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Sep 10 2012

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Das Planungsgespräch – wir kamen mit zwei Seiten und gingen mit sechzig

Es muss ja gut laufen. Jedenfalls konnte man uns in der hannoverschen Hauptgeschäftstelle das entscheidende und die vertraglichen Regelungen abschließende Planungsgespräch und die Bemusterung mit dem betreuenden Architekt nicht mehr zeitnah anbieten.

Wir mussten den Geschäftsitz HEINZ von HEIDEN i in MAINBURG in Süddeutschland anfahren. Für diese Mühe wurde uns aber wenigstens die Hotelübernachtung und das Essen bezahlt.

Das Planungsgespräch findet erst nach dem mit dem Vermittler abgeschlossenen Vertragswerk statt und beendet grundsätzlich die Wunsch- und Änderungsdiskussion.

Nachträgliche Änderungen, die dem Bauherren noch einfallen sind zwar möglich, schlagen kostenmäßig aber mit Extragebühren für Änderungen an bereits erarbeiteten oder versandten Unterlagen zu buche.

Architekten sind teuer, meist überlastet und haben es eilig. Zum Planungsgespräch sollten sie also sehr gut vorbereitet erscheinen.

Herr LORENZ ging mit uns zügig die Unterlagen durch. Wir waren sehr gut vorbereitet und konnten nach einigen Korrekturen im Grundriss bald die Bemusterung beginnen. Nach ein paar „Abwahlen und Zuwahlen“ waren wir fertig und machten alleingelassen noch ein paar Fotos von den ausgesuchten Dingen, während der Architekt die letzten Unterlagen fertig machen wollte.

Wieder im Büro legte uns Herr LORENZ rd. 60 Seiten aus seinem Computer zum Abzeichnen vor. „Alles Dinge die wir ja besprochen haben“, meinte er.

Wir haben nichts unterzeichnet; wir haben alles eingepackt, sind zu Hause Seite für Seite konzentriert durchgegangen und haben zahlreiche und teilweise wichtige Fehler gefunden!!

Es hat weitere über 3 Wochen gedauert bis alles zu unserer Zufriedenheit korrigiert war.

TIPP:   Nehmen sie sich die Zeit, die vom Computer ausgespuckten Seiten genau zu prüfen. Zeichnen Sie diese nicht vor Ort ab. Fehlerfreie Zeichnungen, Skizzen und Hinweisblätter können sie später auch unterschrieben mailen, faxen oder postalisch versenden.

Und streichen Sie gnadenlos, wenn Ihnen ein sogenannter “Hinweis” nun plötzlich wie eine nachträglich servierte (untergeschobene) Vertragsbedingung erscheint!

Harald

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