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Jul 15 2007

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Ein Paradies mit kleinen Fehlern

So eben haben wir uns gemeinsam entschlossen unser französisches Domizil zu verlassen und wieder dauerhaft in Deutschland zu leben.

Wir hatten jeweils  in Deutschland und Frankreich ein Büro und eine Gesellschaft die mit französischen Firmen kooperierte und Ferienhäuser am Meer für Franzosen und Deutsche plante, erstellte und vertrieb.

Bis auf 14-stündige Arbeitstage, die ständigen und strapaziösen Autotouren zwischen Hamburg und Narbonne mit stets überfüllten Van und SIR als Body-Guard  war es eine abwechslungsreiche Tätigkeit im warmen Paradies. Ganz besonders weil wir begeisterte Wasserratten sind, im blaugrünen Nass kajacken, motoren und segeln und selbst im südfranzösischen Winter, zum Erschauern unserer französischen Nachbarn, vor unserem Anwesen eine Runde durch das Wasser schwammen.

Das sogenannte „Anschwimmen“ zelebrierten wir fröhlich mit Freunden schon in der Sylvesternacht …

Aber zwei gute Gründe sollten uns wieder dauerhaft nach Deutschland führen.

1.    Als Segler konnten wir mit SIR, fast 45 kg und 74cm Rückenhöhe nicht auf die See hinaus. Lage schieben, segeln auf wechselndem Bug und Häufchen absetzen ist für ein so “langbeiniges Kalb“ mehr Stress als Freude mit der Meute.

Die beste Alternative erkannten wir quasi wenige Kilometer hinter dem Haus. Dort zogen Franzosen und Touristen mit ihren Booten, Kindern, Hunden, Fahrrädern etc. auf dem Canal du Midi vorbei, machten an beliebiger Stelle am Baum fest und versorgten sich mit Obst und Gemüse von den naheliegenden Plantagen, angelten und grillten.

Hier erkannten wir eine gute Verbindung von Wasser, Boot, Familie, Sport und einem reichhaltigeren Kulturangebot rechts und links vom Fluss oder Kanal als auf offener, bewegter See.

2.    Für deutsche Unternehmer ist ein Business in Südfrankreich ohne französische Mitwirkende nahezu aussichtslos. Als ich meine selbständige Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen einstellen musste und wollte, zeigten sich meine französischen „Kontakte“ verärgert; ihr deutscher Markt mit zahlungskräftigen Kunden drohte schließlich abzubrechen.

Harald

 

Raus aufs Meer fürs abendliche Fischgrillen. Ruhe, glasklares Wasser, weit und breit Erholung für die Augen bis zum Horizont.

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